Die Geschichte der SML

Die Geschichte der Sezession Münchener Lichtbildner ist sowohl ein besonderes Stück Münchener Kulturgeschichte, als auch ein Stück Geschichte der Fotografie. Und darauf sind wir stolz.

Ihre Wurzeln hat die SML in der 1904 gegründeteten ‘Münchener Gesellschaft zur Pflege der Photographie’ (und bis in diese längst versunkene Zeit vor dem Ersten Weltkrieg reichen auch die ältesten Fotografien im >Archiv der SML). Eine Gruppe von engagierten Fotografen, die nicht mehr nur im Atelier, sondern vor allem im Licht der Natur Bilder gestalten wollten,  löste sich aus dieser Gesellschaft und gründete im Jahr 1930 die ‘Sezession Münchener Lichtbildner’.

Dank ihres Mäzens, des bekannten Münchener Fotografen Karl Steinhäusser, besaß die SML eigene Atelierräume in der Tattenbachstrasse und machte bald durch eigene Austellungen und Publikationen, vor allem aber durch nationale und internationale Auszeichnungen von sich reden.

Im Jahr 1934 wurde eine “Wiedervereinigung” mit der ‘Münchener Gesellschaft zur Pflege der Photographie‘ versucht, die sich jedoch noch im selben Jahr nach inneren Kämpfen und konträren Ansichten auflöste und schließlich 1935 in der ‘Sezession Münchener Lichtbildner‘ vollständig aufging. Zunächst hatte die SML ein eigenes Atelier in der Kaufinger Strasse, zwei Jahre später zog sie in die Herzogspitalstrasse.

Ein großes Ereignis für die SML war die Möglichkeit die Jahrhundertfeier der Fotografie 1939 im Deutschen Museum unter ihrem damaligen Vorstand Heinrich Kainz organisieren zu können. Nicht lange nach der vielgelobten Jahrhundertfeier brach der Zweite Weltkrieg aus, viele Mitglieder wurden eingezogen und ein Häuflein Verbliebener versuchte, fotografisch wertvolle Münchener Baudenkmäler festzuhalten, mit deren Zerstörung zunehmend gerechnet werden musste. Wie die Stadt München, so war auch die SML am Ende des Krieges von Bomben vollständig zerstört und ihr Inventar geplündert. Nur das Archiv konnte dank engagierter Mitglieder gerettet werden.

1948 fanden sich die überlebenden Mitglieder wieder zusammen, unter ihnen der Kunsthändler Otto Boehler, der in seiner Galerie am Karolinenplatz die erste Nachkriegs-Ausstellung der SML zeigte. Die Mitglieder Max Hulla und Georg Feldner, zwei selbständige Fotografen, stellten der SML schließlich ein neues Atelier in der Residenzstrasse zur Verfügung.

Die Fünfziger Jahre waren Jahre vieler Erfolge für die SML. So errangen SML-Mitglieder auf der neu gegründeten Photokina 1950 in Köln hohe Auszeichnungen, 1952 wurde die Foto-Biennale der FIAP im Münchener Lenbachhaus von der SML gezeigt und 1954 wurde die erste Verbandsausstellung nach dem Krieg im Festsaal des Alten Münchener Rathauses von der SML ausgerichtet. 1959 fand die SML ein neues Atelier im Haus des Münchener Lyceumclubs in der Maximilianstrasse 8.

SML_color-biennaleIhr dreissigjähriges Bestehen feierte die SML 1961 mit einer viel beachteten Ausstellung im Münchener Stadtmuseum. 1963 richtete die SML die Color-Biennale aus.

1965 erschien im Kreisselmeier Verlag das Buch “Stachus”, in dem eine Gruppe SML-Mitglieder unter dem Namen “team 61 München” gemeinsam mit Münchens bekanntem Journalisten und ‘Spaziergänger’ Sigi Sommer ein Portrait des Münchener Karlsplatzes machte – ein echtes fotografisches und stadthistorisches Juwel im Archiv der SML, da nur wenige Jahre später der Stachus zugunsten der neuen S- und U-Bahnen für die Olympischen Spiele 1972 umgestaltet wurde.

1969 musste die SML ihre Atelieräume im Lyceumclub verlassen und konnte dank der Vermittlung ihres Mitglieds Edy Hannig ein großes Atelier in der Prinz-Ludwig-Strasse 6 beziehen.

Zum fünfzigjährigen Bestehen 1980 wurde im Münchener Stadtmuseum eine große und für die SML sehr erfolgreiche Ausstellung gezeigt.

1996 zog die SML in ihr heutiges >Atelier in der Akeleistrasse (U1 Mangfallplatz).

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